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Die Grundlagen & Voraussetzungen, um Rennfahrer zu werden

Ob Lizenz, Budget oder Schutzausrüstung: Es gibt einige Grundlagen und Voraussetzungen, die du zwingend erfüllen musst, wenn du Rennfahrer mit einem Sport- oder Tourenwagen werden möchtest. Je nachdem, für welchen Einstieg du dich entscheidest, gibt es unterschiedliche Bedingungen zu beachten. Denn als Neuling darfst du dich nicht einfach hinter das Lenkrad setzen und direkt auf der Rennstrecke durchstarten. Das klingt kompliziert, ist aber gar nicht so schwer. MotorsportMarkt.de verrät dir, was du auf deinem Weg zum Rennfahrer beachten und bedenken musst.

Inhaltsverzeichnis

  1. Was du über Rennlizenzen wissen musst
  2. Welche Kosten kommen auf dich zu?
  3. Mit welchem Rennauto fährst du?
  4. Stellplatz & Wartung für den eigenen Rennwagen
  5. Nicht vergessen: Transport des Rennfahrzeugs
  6. Die notwendige Rennsportbekleidung für dich

Was du über Rennlizenzen wissen musst

Ohne Rennlizenz kein Autorennen? Fast! In den meisten Einstiegsserien benötigst du eine nationale A-Lizenz vom Deutschen Motorsport Bund, kurz DMSB, die du über einen Lizenzlehrgang erreichen kannst. Es geht allerdings auch einfacher: Im Automobil-Slalom, bei Gleichmäßigkeitsprüfungen oder speziellen Nachwuchsserien (Beispiel: NATC Youngster Cup) reicht oftmals sogar der Führerschein oder eine nationale C Lizenz bzw. Race Card, die du für wenig Geld und ohne besondere Nachweise oder Kenntnisse beim DMSB beantragen kannst.
 
Warum sind die Rennlizenzen überhaupt erforderlich? Bei den Einstiegsserien oder dem Lizenzlehrgang lernst du die notwendigen Grundkenntnisse für deinen ersten Einsatz im Rennsport. Welche Bedeutung haben die Flaggensignale? Wie verhältst du dich auf der Rennstrecke? Und was gibt es im Motorsport zu beachten? All das wirst du bei den Schulungen oder den ersten Veranstaltungen lernen, sodass die Rennlizenz in erster Linie ein Nachweis über deine Erfahrungen ist. Im Laufe der Zeit kannst du auf diese Weise auch die internationale Lizenz erreichen, die bei vielen Rennserien erforderlich ist. Übrigens: Auch Formel-1-Fahrer benötigen eine spezielle Lizenz, die sogenannte Superlizenz.

Welche Kosten kommen auf dich zu?

Keine Frage: Motorsport ist teuer! Eine Saison als Profi Rennfahrer im ADAC GT Masters kostet rund 200.000 Euro. Wenn du Rennen fahren möchtest, solltest du die Kosten also nicht vergessen. Der Lehrgang für die Rennlizenz (National A) kostet ab 500 Euro. Zudem benötigst du je nach Rennserie die vorgeschriebene Ausrüstung, auf die wir später noch genauer eingehen. Auch hierfür solltest du rund 1.000 Euro einplanen. Je nachdem, welches Rennen du bestreiten möchtest, sind mindestens 1.000 Euro fällig. Und nach oben gibt es keine Grenzen...
 
Keine Sorge, es geht auch günstiger: Wenn du mit dem eigenen Auto an einem Automobil-Slalom teilnimmst, benötigst du keine spezielle Ausrüstung und die Anmeldegebühr beträgt kaum mehr als 100 Euro. Auch Gleichmäßigkeitsprüfungen sind viel günstiger und damit für jeden möglich.

Mit welchem Rennauto fährst du?

Am Automobil-Slalom und Gleichmäßigkeitsprüfungen, zum Beispiel auf dem Nürburgring, kannst du mit deinem straßenzugelassenen Fahrzeug teilnehmen. Spezielle Voraussetzungen, wie Käfig oder Sechspunktgurt, sind nicht erforderlich. Erst, wenn du bei einem Rundstreckenrennen mitfahren möchtest, brauchst du ein "richtiges" Rennauto, das alle Vorgaben des technischen Reglements und die allgemeinen Vorschriften des Deutschen Motor Sport Bundes erfüllt. In diesem Fall ist es für dich als Einsteiger am einfachsten, wenn du den Kontakt zu einem erfahrenen Rennteam suchst. Viele Teams bieten Fahrerplätze zur Vermietung, sodass du dich um das Rennauto gar nicht kümmern musst.
 
Du kannst aber auch einen eigenen Rennwagen aufbauen oder kaufen. Allerdings solltest du beachten, dass dadurch nicht nur die Kosten steigen. Du solltest auch über das notwendige Wissen und die Möglichkeiten verfügen, um das Auto regelmäßig zu revidieren und für die Rennen vorzubereiten. Zudem ist der Transport zur Rennstrecke nicht ganz einfach, denn die meisten Rennautos besitzen keine Straßenzulassung.
Opel Astra J OPC Rennwagen Opel Astra J OPC bei der VLN-Serie auf dem Nürburgring | Fotos: Patrick Funk

Stellplatz & Wartung für den eigenen Rennwagen

Wenn du dich für den eigenen Rennwagen entscheidest, musst du die Möglichkeiten für die Wartung und Reparatur besitzen. Die Belastungen auf der Rennstrecke sind deutlich größer als im Straßenverkehr, daher musst du das Auto nach jedem Rennen einmal überprüfen und gegebenenfalls revidieren. Damit reduzierst du nicht nur das Risiko eines technischen Ausfalls. Auch die Sicherheit wird entsprechend gesteigert, denn alle Bauteile, vor allem die Bremsen, müssen stets funktionsfähig sein!
 
Außerdem ist eine geeignete Stellfläche erforderlich. Da die meisten Rennwagen keine Straßenzulassung besitzen, darfst du das Auto nicht einfach an der Straße parken. Ein (abgeschlossener) Stellplatz auf dem eigenen Grundstück, beispielsweise in der Garage, ist zwingend notwendig.

Nicht vergessen: Transport des Rennfahrzeugs

Bei seriennahen Rennautos ist es möglich, eine Straßenzulassung zu bekommen, um auf eigener Achse zur Rennstrecke zu fahren. Die Realität sieht jedoch anders aus, sodass du in den meisten Fällen eine Transportmöglichkeit für das Fahrzeug benötigst. Auch Werkzeug, Zubehör und Ersatzteile, wie Reifen, müssen an den Ort der Rennveranstaltung gelangen. Dafür brauchst du aber nicht zwingend einen Lkw: Es gibt spezielle Anhänger, die nicht nur Platz für den Rennwagen, sondern auch das notwendige Equipment bieten. Und falls du doch ein Rennauto mit Zulassung fährst: Wie kommst du im Falle eines Unfalls nach Hause? Ja, auch das ist zu bedenken...

Die notwendige Rennsportbekleidung für dich

Bevor du den ersten Schritt im Motorsport machst, solltest du dich vor deiner Teilnahme zunächst über die vorgeschriebene Rennsportbekleidung informieren. Jede Rennserie schreibt bestimmte Ausrüstungen vor, die du zu Beginn der Veranstaltung vorzeigen musst. Im Automobil-Slalom und bei Gleichmäßigkeitsprüfungen reicht ein Helm mit Straßenzulassung. Bei Rundstreckenrennen sind spezielle Bekleidungen notwendig, welche die gültige FIA Norm des Internationalen Automobilverbandes erfüllen. Außerdem gibt es möglicherweise Unterschiede zwischen Formel- und Tourenwagen. Es gehört zu deinen Aufgaben als Fahrer, die geltenden Vorgaben des Reglements zu erfüllen.
 
Fotos: Patrick Funk
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