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Dunlop für die VLN

Reifenhersteller will seine Führung ausbauen.


Direkt mehrere Siege in diversen VLN Klassen konnte Dunlop als Reifenlieferant, während der letzten Saison verzeichnen. Damit es dieses Jahr noch mehr Erfolge zu verzeichnen gibt, sollen die Reifen von Dunlop für die Gesamtheit der Nordschleife-Sektionen optimiert werden.

 

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Bild: Dunlop


Warum das kein Zuckerschlecken ist?...
26 Km Streckenlänge sind natürlich immer eine Mammut-Aufgabe. Nicht nur die schiere Länge des Nürburgrings, sondern auch die Vielfalt der Abschnitte stellen enorme Herausforderungen für die Reifen dar. Konzipiert man endlich einen Reifen, der der Tortur der grünen Hölle widersteht, muss dieser dann auch noch Grip für kompetitive Rundenzeiten bieten. Damit das gegeben ist, müssen die Pneus nach Möglichkeit dauerhaft eine optimale Betriebstemperatur halten. Und genau hier liegt der Fokus der Hanauer (Dunlop Tires Germany GmbH): Man möchte über eine Ausweitung des Temperaturfenster einen Reifen liefern, der in allen Sektionen auf Temperatur ist und klebt. Im selben Zuge will man so besser mit dem wechselhaften und Teilweise über die Strecke verteilt ungleichen Wetterbedingungen klarkommen.


Tests in Portugal - eine Simulation der Eifel?
Auf den ersten Blick scheinen Tests im sonnigen Portugal nur nach einer Ausrede um Urlaub aufs Betriebskosten zu machen. Schönes Wetter an der Strecke mag jeder gerne.. Doch die Auswahl Dunlops erweist sich als professionell. Das Winterklima am Autodromo International Algarve entspricht größtenteils dem Eifelklima im Frühling. Zusätzlich ist die Strecke äußerst Facettenreich und zeichnet sich mit diversen Unebenheiten, Bodenwellen und Neigungen aus. Somit ist Portugal nicht nur der Place-to-be für VLN-Mechaniker mit Fernweh, sondern auch eine kleine Nordschleifen-Simulation.


Ein aufwändiger Test als Leistungsdemonstration
Drei Tage und elf Rennwagen verwendeten Dunlop um möglichst ausgiebig Daten sammeln zu können. Für die höchste VLN-Klasse, der SP9, kamen drei Fahrzeuge zum Einsatz. Keines davon war der Porsche 911 GT3 R, mit dem der Reifenlieferant in der VLN Saison 2018 zwei Siege verbuchen konnte. Mit den Audi R8 LMS, BMW M6 GT3 und Mercedes-AMG GT3 als Testfahrzeugen will man den neuen Slick beweisen. So soll man die Leistung des Reifens auf jeder Art von Fahrzeug demonstrieren und potentielle Kunden überzeugen, dass die Produkte nicht nur 911er tauglich sind. Denn der Porsche stellt normalerweise sehr spezifische und einzigartige Belastungscharakteristiken für die Reifen dar.

 

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Bild: Dunlop


GT4 wichtiger als GT3?
Über die Gewichtung der beiden Klassen untereinander bei Dunlop, erhält man bislang keine Information. Doch gibt das Unternehmen aus Hanau die GT4 Klasse als einen Schwerpunkt an. Die GT4 bietet deutlich seriennähere Fahrzeuge, wie den BMW M4 GT4, den Porsche Cayman GT4 Clubsport und den Aston Martin GT4. Hier ist der Übertrag an den Dunlop-Kunden mit Straßensportler umso stärker gegeben. Zusätzlich wird über eine solche Bandbreite an Herstellern der Reifen natürlich umso vielfältiger und durch die einhergehende Menge an Daten leichter zu entwickeln. Die letzten beiden Saisons wurden mit einheitlichen Reifen für die vielfältige Rennklasse bestritten. Doch nun öffnet die VLN-Organisation die Kategorie für sämtliche Reifenhersteller und ermöglicht nun neue Kunden und Entwicklungs- sowie Promotionsmöglichkeiten. Alexander Kühn, Motorsport-Manager bei Dunlop, merkt in diesem Rahmen an: „Dunlop hat eine Menge Erfahrung im GT4- und Tourenwagenrennsport, und wir passen unsere erfolgreiche Technologie aus anderen Kategorien nun für unser Reifenangebot in der VLN an. Im vergangenen Jahr hat der Dunlop-bereifte racing-one-Ferrari 458 die Klasse SP8 für seriennahe Fahrzeuge dominiert und jedes einzelne Rennen gewonnen. Unsere Erfahrung aus diesem Programm haben wir nun in unsere GT4-Reifen einfließen lassen.“


Dunlop-Reifen für jeden Zweck
Die immer beliebter werdende und äußerst umkämpfte TCR-Klasse, darf sich nun ebenfalls über Dunlop-Produkte freuen. Der Hersteller wurde als Einheitshersteller der verwendeten 265/660 R18 Slicks auserkoren. Im Rahmen des Tests an der Algarve wurde so nun das richtige Dunlop-Gummi für die TCR gesucht und erprobt. Das Engagement in der TCR ermöglicht neue Herausforderungen und Entwicklungen. Im Gegensatz zur GT4, bei der die Fahrzeuge verschiedene Reifenabmessungen aufweisen, ist es hier exakt eine Größe, die zum Einsatz kommt. Und eben dieser Slick muss dann auf Audi RS3 LMS, Hyundai i30 N, Opel Astra TCR, Seat Cupra TCR, Honda Civic Type R TCR und Golf GTI TCR eine möglichst gleiche Performance liefern. Durchdie weitgefächerten Aufgabenbereiche, hat Dunlop einen Haufen Arbeit vor sich, dafür aber auch endlose Forschungs- und Weiterentwicklungsmöglichkeiten.


Reifenhersteller im Fokus der VLN
Erst kürzlich gab es eine kleine Aufruhr aufgrund von einer E-Mail des DMSB an die VLN und den ADAC. Der Grund: Die VLN wird zu schnell. Die Nordschleife hält ihren Ruf als gefährlichste Rennstrecke der Welt nicht grundlos. Und im Motorsport werden, in der Natur der Sache, immer schnellere Zeiten angestrebt und auch erzielt. Das ganze ist letztlich gut, für Forschung, Fans und Werbung, aber auch ein immer deutlicher steigendes Risiko für alle Fahrer sowie Zuschauer an der Strecke. Sicherheit rückt bei allen Klassen des Motorsports immer weiter in den Fokus, so auch mit der Einführung des Halo in der Formel 1. Daher appelliert man u.a. an die Reifenhersteller um Wege zu finden, den Motorsport auf dem Nürburgring etwas “einzubremsen” und sicherer zu machen. Da zeigt sich Dunlops Ziel von einem größeren Arbeitsfenster der Rennreifen, welches für dauerhaften Grip während der langen Runde um die Strecke sorgt, als ein eleganter Kompromiss. So können einige Gefahren eingedämmt werden und die Runden ein super Niveau bei hoffentlich allen Wetterlagen halten.



Robin Dietrich
Redakteur
Motorsportmarkt


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