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"Müssen erfolgreich sein": Volvo macht vor Monza Druck

Veröffentlicht am 27.04.2017 in WTCC

Auf der Paradestrecke Monza sind für Volvo Siege fast schon Pflicht, will das schwedische Team in der Saison 2017 den WTCC-Titel gewinnen

Vor dem zweiten Rennwochenende der Tourenwagen-Weltmeisterschaft (WTCC) im italienischen Monza steigt im Werksteam von Volvo die Erwartungshaltung. Teamleitung und Fahrer erklären Siege auf dem Hochgeschwindigkeitskurs vor den Toren Mailands fast schon zur Pflicht, will man das selbstgesteckte Ziel vom WM-Titel 2017 erreichen. "Da, wo wir stark sind, müssen wir abliefern. Mein Wunschergebnis wäre ein Dreifachsieg im Hauptrennen", sagt Thed Björk.

Auf dem Formel-1-Kurs von Monza, bei dem der Vollgasanteil mit knapp 75 Prozent höher als auf jeder anderen WTCC-Strecke ist, sollte der Volvo S60 mit seinem starken Motor auf dem Papier im Vorteil sein. "Monza ist das genaue Gegenteil der engen Strecke in Marokko und sollte uns mit seinem schnellen Layout viel besser liegen", erwartet Motorsportchef Alexander Murdzevski Schedvin.

Diesen Vorteil müsse das Team ausspielen, fordert Murdzevski Schedvin und zieht einen Vergleich zum Fußball. "Marokko war wie ein Auswärtsspiel, das wir mit einem Unentschieden überstanden haben. Monza ist jetzt das Rückspiel zu Hause, und da müssen wir erfolgreich sein, wenn wir Weltmeister werden wollen", so der Schwede. "Wir stehen unter Druck."

Und diese Einstellung hat der Motorsportchef offensichtlich auch seinen Fahrern eingeimpft. "Ich will im Qualifying unter die Top 3 kommen und in beiden Rennen um den Sieg kämpfen", sagt Nestor Girolami. Und auch Björk meint: "In Monza müssen wir vor Honda sein und dürfen auch nicht die Citroens vergessen."

¿pbbt|1|17wtcc-mar||658|Volvo||pb¿Mut machen Volvo aber die guten Ergebnisse in Marrakesch, einer Strecke, die den Hondas deutlich besser gelegen hat und auf der Volvo 2016 große Probleme hatte. Der Sieg im Team-Zeitfahren MAC3, ein zweiter Platz von Björk im Eröffnungsrennen und Rang drei für Girolami im Hauptrennen waren daher in diesem Jahr Ergebnisse, mit denen die Schweden gut leben konnten.

"Wir sind so in die Saison gestartet, wie es sein musste, wenn wir den Titel gewinnen wollen. Der Sieg im MAC3 war für alle im Team ein Erfolgserlebnis", sagt Björk. Teamkollege Nick Catsburg ergänzt: "Ich wusste: Wenn es in Marrakesch passt, können wir überall schnell sein. Daher war ich mit den Ergebnissen beim Saisonauftakt sehr zufrieden", so der Niederländer. "Nun sind meine Erwartungen für Monza deutlich höher. Dort können wir um Siege kämpfen, und das ist unser Ziel."

Bild © FIA WTCC
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