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Endlich Teamchef: Fernando Alonso gründet eSport-Team

Veröffentlicht am 23.11.2017 in Formel 1

Fernando Alonso tauscht sein Renncockpit gegen den Kommandostand - zumindest virtuell: Der Spanier wird Teamchef bei seinem eigenen eSport-Rennstall

Fernando Alonso hat einen neuen Job und wird ab sofort Teamchef eines eigenen Rennteams sein - eines eSport-Teams. Zusammen mit dem spanischen Profiteam G2 und einem Computerzubehör-Hersteller wird der Spanier die Mannschaft "FA Racing G2 Logitech" aufstellen, die an virtuellen Formel-1-Rennen und anderen Online-Meisterschaften teilnehmen wird, wie er im Vorfeld des Abu-Dhabi-Grand-Prix verkündet.

"Endlich bin ich ein Teamchef", lacht Alonso, der das vor einigen Jahren schon einmal erfolglos mit einem Profi-Radsport-Team versucht hatte. Der zweimalige Formel-1-Weltmeister wurde von seinen beiden jetzigen Partnern bereits vor einigen Monaten kontaktiert und fand es nun an der Zeit, in die Gaming-Szene einzusteigen. "Ich freue mich sehr, das ist etwas völlig Neues, was es zu entdecken gibt", sagt er.

Alonso glaubt, dass Rennsport im Bereich Gaming großes Potenzial hat, aber derzeit noch in den Kinderschuhen steckt. Die Formel E hatte im Januar in Las Vegas zu einem eigenen eSport-Event eingeladen, bei dem die Piloten der Elektrorennserie gegen Profis der Szene antreten sollten. Ganz ohne Probleme lief die Veranstaltung nicht, doch sie war ein Vorgeschmack auf das, was kommen könnte.

"Ich freue mich, dass ich einer der ersten bin, der in diesen Bereich investiert, und denke, dass gute und spaßige Zeiten vor uns liegen", so Alonso, der aber nicht selbst in seinem eigenen Team unterschrieben hat. "Noch nicht", lacht er. "Aber wir haben einige Ideen für unsere Fans, die in jedem Monat an Wettbewerben teilnehmen können, wo sie nicht nur gegen unsere Profis sondern auch gegen mich antreten können."

Gestern hatte McLaren bereits bekanntgegeben, dass der 25-jährige Rudy van Buren 2018 neuer Simulatorpilot wird. Der Niederländer konnte sich seinen Formel-1-Traum über einen Simracing-Wettbewerb erfüllen und eine Rolle beim Team aus Woking ergattern.

Formel-1-Marketingchef Sean Bratches ist begeistert vom Engagement Alonsos und hofft, dass der Sport dadurch bei jüngeren Fans an Profil gewinnt. "Fernandos Marke war schon eine Säule für den Erfolg der Formel 1 in der echten Welt, und wie bei anderen Marken, die in andere Bereiche gehen, verleiht er Glaubwürdigkeit", sagt er. "Es ist zwar Spaß, aber auch ein Wettbewerb. Es ist ein großes Geschäft und wird noch größer."

Bild © LAT
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